Der Berg Nebo ist Teil des Abǎrim-Gebirges und liegt im Norden des Toten Meeres. Von der 808 m hohen Anhöhe hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Jordantal und sieht über das Tote Meer bis nach Israel. Darauf befindet sich die bekannte Mose-Memorialkirche. Der Überlieferung im Deuteronomium zufolge durfte Mose von diesem Berg aus das gelobte Land sehen, musste aber sterben, ohne es selbst betreten zu haben. Lohnt sich ein Ausflug dorthin?
Schon zwei Kilometer vor Ankunft wird klar, dass dieser Berg ein äußerst beliebtes Ausflugsziel von Pauschalreisenden ist. Gut und gerne 15 Reisebusse und zahlreiche Autos stehen auf dem Parkplatz vor der Mose-Memorialkirche. Das ist nicht weiter verwunderlich, residieren doch die üblichen großen Hotelketten nur 20 Kilometer entfernt am Nordostufer des Toten Meeres.
Mose-Memorialkirche
Die ursprüngliche Kirche wurde um das Jahr 393 erbaut. Abgesehen von ein paar Steinblöcken und Teilen des wunderschönen Mosaikbodens ist leider nicht mehr viel erhalten. An Stelle dieser wurde eine neue Kirche gebaut, die im Besitz des Franziskanerordens ist. Eben jener Orden führte mehrmals im 20. Jahrhundert systematische Ausgrabungen durch.
Die teilweise erhaltenen, teilweise sehr gut restaurierten Mosaike erstrecken sich fast über den gesamten Boden der Kirche. Ein Stahlgeländer mit Glasboden führt Touristen darüber, ohne das kostbare Kulturgut zu beschädigen. Die Mosaike zeigen wunderschöne Muster, Vögel, den Baum des Lebens, Jagdszenen, Löwen und Gazellen.
Auf dem modern renovierten Außengelände rund um die Kirche finden sich verschiedene Gedenksteine, Tafeln und Skulpturen. Am bekanntesten ist die Stahlskulptur mit einer Schlange, die sich mit einem tollen Ausblick im Hintergrund perfekt als Fotomotiv eignet.
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Perfekte Gelegenheit für authentische Mosaik-Souvenirs
Mosaike spielen in der Gegend um Jordanien seit vielen Jahrhunderten eine große Rolle in der Kultur. Diese handwerkliche Kunst wird bis heute vorgeführt. Kurz vor der Kirche befinden sich zwei große Manufakturen, die auf Touristen zugeschnitten sind. Man kann den Handwerkern zusehen, wie sie kleine Steine in die benötigte Form brechen, in mühsamer Kleinarbeit zusammensetzen und kleben. So wie wir es verstanden haben, handelt es sich um eine Art Behindertenwerkstätte, einer gemeinnützigen Einrichtung, deren Erlöse sozialen Zwecken zu Gute kommen. Die Mosaike sind – je nach Größe und Detailliertheit – aufgrund der langwierigen handwerklichen Arbeit recht teuer, dafür aber authentisch und ein tolles Mitbringsel.
Fazit zum Berg Nebo mit Mose-Memorialkirche
Ein Besuch dieses geschichtsträchtigen Ortes ist auch für weniger Gläubige oder Anhänger anderer Glaubensorganisationen empfehlenswert. Besonders die extrem detaillierten Mosaike sind sehenswert.
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