Kann man in Jordanien problemlos auf eigene Faust einen Wagen mieten und durch das Land fahren?

Auf unserem Roadtrip einmal quer durch Jordanien sollten wir zu 5 sein. Aus diesem Grund haben wir uns auch dieses mal für einen großes SUV entschieden. Es sollte ein Chevrolet Trailblazer werden. Wie wir erwartet haben, sind die Straßen in Jordanien nicht immer die besten. Lediglich eine neu gebaute Autobahn – die Hauptverkehrsader des Landes – von Acaba nach Amman ist relativ neu und entspricht größtenteils deutschen Straßenverhältnissen. So haben wir unseren Geländewagen ein weiteres Mal lieben gelernt. Besonders auf den doch teilweise extremen Steigungen kamen wir mit dem Allrad voll auf unsere Kosten.

Behindern militärische Kontrollposten das Vorankommen?

Aufgrund der Lage und den militärisch doch recht aktiven Nachbarn – um das ganze mal vorsichtig auszudrücken – hatten wir mit viel Polizei und Militäraufkommen gerechnet. Zum Teil stimmte dies auch. Vor allem in grenznahen Gebieten merkt man, dass die Dichte der Kontrollspots zunimmt. Auch um Acaba herum – der wichtigsten Touristenregion des Landes – merkt man, dass man kein Risiko eingehen möchte.
Allerdings interessieren sich die zum Teil schwer bewaffneten Beamten nur sehr wenig für Touristen und man hat außer Blickkontakt nicht viel mit ihnen zu tun.

Grundsätzlich ist bei einem Roadtrip durch Jordanien nicht viel zu beachten. Wir hatten zwar einmal einen Platten, dieser entstand allerdings durch eine Schraube. Das kann natürlich überall passieren. Aufgefallen ist uns dies direkt vor Petra. Dort am Parkplatz angekommen haben wir uns erkundigt wo wir am besten zum Reifenwechsel hinsollten. Die freundlichen Einheimischen hatten alles vor Ort dabei. So haben wir umgerechnet 20 Euro bezahlt und die Sache war binnen 20 Minuten erledigt. Ansonsten kamen wir problemlos durchs Land.
Man sollte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, da immer wieder stationäre Blitzer angebracht sind. Wir sind in etwa 1300 km gefahren und haben für Maut und Sprit lediglich 150 Euro bezahlt. Spritpreise sind etwa 10-15% unter deutschem Niveau. Auch der Wagen selbst war mit 500 Euro recht günstig.

Als Fazit kann man sagen, dass eine Mietwagenreise kein Problem ist. Weder die Preise, das Vorankommen, noch die Sicherheit geben Gründe für Bedenken.

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