FewDaysOff Empfehlungspunkte
(9/10)

Tauchsafari mit Inselhopping

Um das Kind direkt am Anfang beim Namen zu nennen: Tauchen auf den Philippinen ist etwas für jeden Taucher, egal ob Tauch-Veteran oder blutjunger Anfänger. Besonders Makro-Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Es ist egal wann und wo man hier tauchen geht, zu jeder Zeit verstecken sich unzählige Augenweiden, mal mehr mal weniger große, von Mandarinfischen bis zu Walhaien ist alles geboten.
Besonders bei einer Tauchsafari bietet sich die Möglichkeit, verschiedenste Tauchgebiete mit den unterschiedlichsten Meeresbewohnern und Unterwassersituationen zu besuchen.

Nachdem wir unseren 3-Wöchigen Urlaub auf den Philippinen in der ersten Woche eher gemütlich angegangen sind, begaben wir uns in der zweiten Woche auf unsere Philippinen Tauchsafari. Dieser Trip versprach uns 6 Tage Tauchen wie es das Herz begehrt.
Diese startete am Alona Beach, Panglao. Hier findet ihr alle Tauchspots in der Karte eingezeichnet.

Pamilican Island

Pamilican Island

Balicasag Island

Balicasag Island

Alona Beach

Alona Beach

Oslob (Tanawan)

Sumilon Island

Sumilon Island

Apo Island

Apo Island

Blue Star Dive Resort, Anda

Blue Star Dive Resort, Anda

Tauchen auf Pamilican Island

Der erste Stop der Tauchsafari ist Pamilican Island, eine kleine, ruhige Insel vor Bohol. Dieser Tauchgang ist optimal, um die Gegebenheiten der Mindanaosee in den Zentral-Philippinen zu erforschen und sich erstmal zurecht zu finden.
Weiter geht es zum zweiten Tauchgang dieses Tages, dieser war mitten im offenen Meer, am Tauchplatz „Snake Island“.

Hochseetauchen – Snake Island

Dort angekommen wurde uns bereits beim Briefing nahegebracht, dass ein Biss der hier sehr zahlreich vorkommenden Seeschlange definitiv tödlich endet. Diese Schlangen seien allerdings harmlos, solange sie nicht aktiv berührt oder gereizt werden.
Das Erlebnis dieses Drifttauchgangs, einhergehend mit dem faszinierenden Tauchplatz mitsamt seines Plateaus mit einer Tiefe von ca. 5-10 Metern ist auf jeden Fall einen Abstecher Wert und entzückt nicht nur Adrenalin-Junkies.

Seeschlange beim Hochseetauchen

Am Abend des ersten Tages legte unser kleines beschauliches Boot an der Insel Balicasag an wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen sollten. Dort angekommen genossen wir gutes Essen, super Getränke und noch bessere Gesellschafft. Der nächste Morgen wurde mit einem Tauchgang vor Balicasag gestartet und zwar am „Turtle Point“.

Turtle Point in Balicasag

Wie der Name unweigerlich verrät sieht man hier jede Menge Schildkröten. Bei vielen Tauchgängen wurde mir so etwas versprochen und nur selten eingehalten. Anders hier auf den Philippinen. Bei diesem Tauchgang an einer Steilwand hatten wir Sage und Schreibe deutlich mehr als 10 Schildkröten um uns herum. Besonders für Liebhaber dieser Tiere ein wahrhaftes Traumerlebnis.

Meeresschildkröte auf den Philippinen

Rico´s Wall

Eine der Besonderheiten bei dieser Steilwand, welche für Tieftauchgänge sehr beliebt ist, war der riesige Jackfischschwarm, der uns mehrmals besuchte. Hunderte Artgenossen kreisten vor uns in einer Art Wirbel, welcher Feinde durch die Symbolisierung von Stärke und Größe verscheuchen sollte. Ein atemberaubendes Naturschauspiel, welches hier sehr oft zu beobachten ist. Desweiteren sind die großen Gorgonien zu erwähnen welche hier zu entdecken sind.

Der dritte und letzte Tauchgang dieses Tages führte uns in den Himmel, naja nicht ganz, nur der Tauchplatz wird auch „Divers Heaven“ genannt.

Jackfish Schwarm

Divers Heaven auf den Phillippinen

Dieser Tauchplatz wurde auch für unseren Schnorchler sehr angepriesen, da sich hier im Flachwasser die Schildkröten tummeln und beim Fressen von Seegras zu beobachten sind. Die Tauchgruppe hatte das Vergnügen, einen größeren Barrakuda-Schwarm zu sichten, der sich hier immer wieder zeigen soll.

Der Frühe Vogel fängt den Wurm? Morgendstund hat Gold im Mund? Wie man es auch sagen will, ein Early-Morning Dive ist´s wohl immer wert! So trieb es uns am nächsten Morgen bei Zeiten in den „Royal Garden“.

Royal Garden

Wie vor Balicasag üblich findet man hier auch immer Schildkröten, welche schlafend am Grund liegen oder gemächlich etwas Seegras fressen. Besonders zu erwähnen sind ist die Vielzahl an Hart- und Weichkorallen. Des Öfteren sind hier Froggies anzutreffen.

Froggies - Tauchen auf den Philippinen

Kurz vor dem Mittagessen war uns nochmal nach „Divers Heaven“. Wir besuchten also wieder den Barrakuda-Schwarm, ließen uns durch den Himmel treiben und genossen im Anschluss unser Mal.
Im Anschluss ging es Richtung „Marine Sanctuary“.

Marine Sanctuary

An sich ein schöner Tauchplatz im Südwesten vor Balicasag, der bei uns ein weiteres mal von zahlreichen Schildkröten begleitet wurde. Der Tauchplatz ist an sich sehr seicht und eignet sich somit für Tauchübungen oder Ausbildungstauchgänge.

Als Abschluss unseres letzten Tages auf Balicasg wurden wir in den „Black Forest“ eingeladen.

Black Forest

Dieser Tauchplatz ist wohl einer der bekanntesten Tauchplätze von Balicasg auf den Philippinen, welcher seinen Namen durch die Black Corals – die ironischerweise eigentlich eher blass-grün und gelblich weiß sind – erhalten hat. Ab und an sieht man hier größere Makrelen-Schwärme und vor allem Nacktschnecken über und über.

Seeschnecke auf den Philippinen

Nach getanem Dekobier und ausgeklungenem Abend ging es am nächsten Morgen in alter Frische weiter, zu einem der im wahrsten Sinne des Wortes GROSSEN Highlights der Tauchsafari. Unsere Reise geht weiter nach Cebu, Oslob.

Walhai-Tauchen in Oslob

Adrenalinkick der sicheren Seite! So kann man sich das ganze vorstellen, wenn man sich mit einem Tier von 5-10 Metern Länge und um die 12 Tonnen im Wasser befindet. Der Walhai ist an sich ein sehr zurückhaltender und ruhiger Zeitgenosse, welchen man nur selten in freier Wildbahn sichtet. Anders in Oslob, hier werden gleich mehrere Walhaie an einem Ort täglich angefüttert. Das ganze wird durch den Tierschutz überwacht und man wird entsprechend gebrieft. Auf ca. 5 m Tiefe „sitzt“ man auf einer Sandbank und über euren Köpfen bewegen sich die gigantischen Kolosse.
Ebenso ist es möglich mit den Walhaien zu Schnorcheln. Hier heißt es beim Briefing, man solle besonders darauf achten die Tiere nicht zu berühren…. Sagt das mal einem Kleintransporter, der sich im Wasser ca. 10x so schnell bewegt wie man selbst 😉

Walhaie in Oslob auf den Philippinen

Im Anschluss des GRÖSSTEN Adrenalin Kicks der Tauchsafari geht die Reise weiter gen Süden in Richtung Sumilon Island.
Der Gleichnamige Tauchplatz versprach uns einige Überaschungen.

Sumilon Island

Leider kann man über diesen Tauchplatz nur wenig Gutes sagen. Wenn einem wie in unserem Fall die versprochenen Weiß- und Schwarzspitzenriffhaie nicht begegnen, sieht man auf diesem Tauchgang leider nur die Reste der Dynamitfischerei die auf den Philippinen sehr weit verbreitet war und erst recht spät verboten wurde. Dennoch hatten wir ein paar Zackenbarsche und vereinzelte Barrakudas.

Am nächsten Tag ging es weiter zu Apo Island, welche sehr oft zu den Top 10 der schönsten Tauchplätze Weltweit gezählt wird, wo unser erster Tauchgang am Vormittag zum „Rock Point West“ ging.

Rock Point West

Auf dem Plateau dieses Tauchplatzes kommt jeder Nudy-Lover auf seine Kosten. Schnecken in allen Farben und Formen sind hier vertreten. Ein besonderes Highlight bei diesem Tauchgang war unsere erste Sichtung einer Kegelschnecke. Auch diese Begegnung, welche das Adrenalin kurzzeitig überkochen lässt konnten wir schadlos überstehen. Zu erwähnen sind desweiteren die sagenhaften Korallen.

Seeschnecke auf den Philippinen

Nach dem Mittagessen stand ein weiterer Tauchgang vor Apo Island auf dem Plan. Katipanan.

Katipanan

Der Weichkorallen-Garten dient sehr gut Übungstauchgängen. Desweiteren kann man hier häufig Fledermausfische oder große Sepias beobachten. Unsere letzte Station der Tauchsafari führte uns nach Negros, dort angekommen begann unser erster Tauchgang am „Car Wreck“.

Car Wreck

Als besonderes Highlight dieses Tauchganges sind sowohl die Ghospiper-Fishs, als auch die Blattfische zu erwähnen. Ebenso erwähnenswert waren die kleinen Seepferdchen. Wie gesagt, besonders die Makro-Liebhaber unter uns kommen hier voll auf ihre Kosten.

Nach diesem speziellen Highlight kam auch schon unser letzter Tauchgang der Safari, dieser verschlug uns nach „Negros Masspro“

Negros Masspro

Dieser Tauchplatz ist ein wahres Schlaraffenland für Makroliebhaber. Hier fandet man zahlreiche zum Teil recht seltene Arten, z.B.: Skorpionfische, Fledermausfische oder auch Seenadeln. Desweiteren wimmelt es hier von Schnecken in allen erdenklichen Farben. Kurz um, dieser Ort ist ein Muss für jeden Taucher.

Das Ende der Tauchsafari war zeitgleich der Start in unsere letzte Woche auf den Philippinen, hier verschlug es uns etwas Abseits der üblichen Touristengebiete in die Richtung von Anda. Hier sind wir weiterhin mit unserem Boot inklusive der Tauchsafari-Crew noch einige Tauchplätze angefahren, welche nicht in den üblichen Tauchangeboten integriert sind.

Paradise Garden bei Anda

Eines der großen Highlights von Anda direkt zum Start war der Early Morning Dive. Vieles wurde uns versprochen, und was soll man sagen? Unsere Erwartungen waren dementsprechend hoch und sie wurden nahezu pulverisiert. Sowohl für die Schnorchler als auch für die Taucher gab es einige Schildkröten im Flachwasser. Die farbenfrohe Wand fällt zum Teil auf bis zu 30m ab und ist übersäht von Hart- und Weichkorallen in allen Formen. Als Highlight waren hier noch ein Eidechsenfisch und eine Eierschnecke zu erwähnen. Kurz um ein absolutes Muss für Liebhaber des gemütlichen Tauchgangs.

Der zweite TG des Tages führte uns in die so genannte „Snappers Cave“.

Snappers Cave

Wie schon der Name sagt, wird hier in einer Höhle auf etwa 27m getaucht. Diese ist relativ weitläufig und somit auch für unerfahrenere „Höhlentaucher“ geeignet. Dennoch sollte man auch hier immer Vorsicht walten lassen und keine unnötigen Risiken eingehen. Als besonderes „Schmankerl“ begleiteten uns hier noch zwei Anglerfische, welche man auch hier nicht an jeder Ecke findet.

Als ob dieser Tag nicht schon Ereignisvoll genug gewesen wäre wurde uns für den Dämmerungstauchgang ein weiteres Highlight angepriesen. Diese sollten an einem unbekannten und nicht verzeichneten Tauchspot nahezu unter Garantie zu finden sein.

Mandarin-Spot

Um diese in verschiedensten leuchtenden Farben und extrem selten vorkommenden Fische zu entdecken und vor allem um sie „tanzen“ zu sehen hieß es bereits im Briefing, dass jeder Taucher, der eine Lampe hat diese mit einer gelben Folie abzudecken hat um den Weiß-Anteil des Lichtes zu minimieren. Dieses Licht verschreckt die Tiere und nur durch diese Maßnahme konnten wir dieses erstaunliche Schauspiel im Anschluss begutachten. Unser Guide nahm uns mit auf ca. 5m, dort war eine schwarze Hartkoralle zu finden, um welche wir uns kreisförmig ohne die Lampen einzuschalten versammelten. Dann gab er das Zeichen und langsam schalteten wir unseren Gelben Lampen ein um zu entdecken, dass bereits die ersten Tänzer erschienen waren. Wie zu einer ruhigen Musik scheinen diese Fische zu gleiten. Es war ein wahrer Genuss, sie mehrere Minuten zu beobachten. Klare Empfehlung für jeden Anda-Besucher!

Um diesen grandiosen Tauchgang zu feiern wurde bereits auf dem Boot das Deko-Bier genossen und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen. Am nächsten Morgen sollte es einen ruhigen Tauchgang geben, welcher uns nach „Dap Dap“ brachte.

Dap Dap

Hier findet man Schnecken in allen Farben und Formen. Ebenso sollte man besonders in die vielen Löcher und Kulen der Steilwand spähen um die zahlreichen Krebse und Seespinnen zu entdecken. Wir hatten das Glück an diesem Tag wohl gebucht, denn wir hatten die Nachts schon selten vorkommenden Mandarinfische auch am Tage noch einmal zu Gesicht bekommen, wenn auch nur kurz.

Kurz nach diesem feinen Tauchgang ging es auch schon zum nächsten nach „Virgin Island West“.

Virgin Island West

Der atemberaubende Korallenwuchs, der hier geboten wird, begeistert den Schnorchler ebenso wie den Taucher. Mit ein wenig Glück entdeckt man hier Barakudas oder auch Feilenfische.

Wonderwall

Dieser Tauchplatz ist eine Steilwand, welche sich sowohl für Anfänger als auch für Profis zu jederzeit lohnt. Sie ist bunt bewachsen und enthält auf ca. 27m eine Quellwasseröffnung. Wir hatten noch das Glück, im Seegras eine selten vorkommende Schwebeschnecke zu entdecken. Als besonderes Highlight ist hier unsere erste Begegnung mit einer kleinen Gruppe von Harlekin-Fischen zu erwähnen.

Ein Besonderes Highlight für jeden Taucher, welches ich besonders hervorheben und jedem ans Herz will sind Nachttauchgänge.
Einen solchen sollten wir an diesem Abend noch erleben.

Nachttauchgang

Für mich sind Nachttauchgänge immer etwas besonderes und ebenso mystisches. Wenn man bei einem normalen Tauchgang auch mehr Überblick hat, so verliert man unbewusst doch den Blick fürs Detail. Ganz anders hier. Die Dunkelheit verschlingt einen förmlich, nur die Kegeln der Lampen ergeben einen kleinen Einblick in eine Welt der nachtaktiven Tiere. Der Fokus liegt selbstverständlich auf der eigenen Lampe und dem kleinen Kreis, welcher vor einem beleuchtet wird. Hier findet man an diesem Tauchplatz von Feuerfischen bis zum Mandarinfisch alles.

Am nächsten Morgen ging es dann noch einmal in den „Paradise Garden“
Unser Abschlusstauchgang welcher uns nochmal zur „Wonderwall“ brachte war gespickt von Scherzereien und Tarrierungs-übungen wie das „Reiten der Flasche“, bei der man das Jacket ablegt und sich auf die Flasche setzt ohne den Boden zu berühren.
Diese Spielerein waren ebenso ein Präsent wie die gute Stimmung an Board, welche auf die schöne Gruppenkonstellation von Jung und Alt, aber auch besonders auf die zuvorkommende Crew zurückzuführen war.

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