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Santa Clara in Kuba – auf den Spuren Che Guevaras

Santa Clara in Kuba liegt ca. 280 km östlich von Havanna und direkt an der Autopista Nacional 1, der Autobahn, welche von Havanna aus in den Osten von Kuba führt. Ca. 450 km östlich vom Viñales Tal sowie 640 km westlich von Santiago de Cuba gelegen, bietet sich Santa Clara als perfekter Zwischenstopp zwischen dem Westteil und dem Ostteil Kubas an.

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Santa Clara

Im Grunde kann man alles, was Santa Clara in Kuba zu bieten hat, locker an einem Tag gesehen haben. Für einen Aufenthalt länger als zwei Übernachtungen jedoch bietet sich hier nicht die richtige Kulisse. Dafür gibt es im Rest des Landes noch zu viel, was man unbedingt gesehen haben muss. Dennoch hat Santa Clara drei Highlights im Angebot, die einen Zwischenstopp hier nicht nur versüßen, sondern fast schon obligatorisch machen.

Der Parque Vidal, der zentrale Platz und Park Santa Claras, umgeben von bunten Gebäuden in den unterschiedlichsten Variationen des Kolonialstils, versprüht einen ganz speziellen urban-rustikalen Charme und lädt mit seiner Vielzahl von Parkbänken ein, unter den Palmen im Schatten Schutz vor der brennenden Sonne zu suchen, dem regen Treiben im Park Aufmerksamkeit zu schenken und den Pianoklängen zu lauschen, welche aus dem Theater Teatro La Caridad an der Stirnseite des Parks ertönen und eine einzigartige Atmosphäre schaffen.

Der Anblick, wenn junge kubanische Balletttänzerinnen und -tänzer auf dem Balkon des Theaters ihre Dehnübungen vollführen, zeugt davon, dass sich Kuba seit den Tagen der Revolution sehr verändert hat und dass die junge Generation Kubas vielmehr mit Kunst, Kultur, Schauspiel und Musik und nicht mit Revolution, Gewalt, Panzern und Gewehren die Gunst der Weltöffentlichkeit auf sich ziehen möchte.

Santa Clara – Denkmäler und Monumente

Doch bietet Santa Clara auch zwei bizarre und einzigartige Zeitzeugen der Revolution, die man so wohl sonst nirgends auf Kuba erleben kann.

Zum einen wäre da das knapp einen Kilometer östlich des Parque Vidals liegende Monumento a la Toma del Tren Blindado. An diesem Ort hat einst die Rebellenarmee um Che Guevara im Dezember 1958 einen gepanzerten Munitionszug des Diktators Batista gekapert. Heute erinnert ein Denkmal an die damaligen Ereignisse, welches unter anderem entgleiste Waggons des Zugs sowie der Bulldozer zeigt, mit dem die Rebellen damals die Gleise der Bahntrasse zerstört und den Panzerzug zum Entgleisen gebracht haben.

Monumento a la Toma del Tren Blindado

Der surreale Anblick, welchen einen dieses Monument bietet, führt einem vor Augen, welche Gewalt und Zerstörung in den Zeiten der Revolution wohl geherrscht haben müssen. Ein krasser Kontrast zu den friedlichen Impressionen, welche man nur kurz zuvor am Parque Vidal sammeln konnte. Aber dennoch eine einzigartige Gelegenheit, um einen Einblick in die Vergangenheit Kubas zu gewinnen.

Und zu guter Letzt ist da noch das Museo y Monumento Memorial Comandante Ernesto Che Guevara knapp zwei Kilometer westlich des Parque Vidals gelegen. Hier wurde dem einstigen Revolutionär nicht nur ein Denkmal für die Ewigkeit gesetzt, es wurde ein überlebensgroßes Monument geschaffen, welches Che Guevara zu einer unsterblichen Legende über stilisiert. Eine gigantische Statue, welche den Comandante in reißerischer Pose stilecht mit Gewehr zeigt, ragt vor einem auf einem enormen Betonsockel in dem Himmel.

Man kommt bei diesem Anblick nicht mehr aus dem Staunen heraus und wird förmlich erschlagen von der schieren Gigantomanie dieses Monuments, welcher man dem kleinen kommunistischen Land so gar nicht zugetraut hätte. Doch andererseits haben es kommunistische Regime ja schon immer gut verstanden, ihre Bevölkerung mit übertrieben theatralischen gigantischen Statuen an ihre Väter und Nationalhelden zu erinnern.

Zusammengefasst eignet sich Santa Clara also ideal für einen kurzen Zwischenstopp auf einer Reise zwischen Ost- und West-Kuba. Alles Sehenswerte lässt sich bequem an einem Tag abgehen und das Monument zu Ehren Che Guevaras ist ein unvergessliches Highlight, welches man gesehen haben muss.

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