In diesem Mietwagenratgeber für den Urlaub erklären wir euch, wie und wo ihr die günstigsten und passendsten Autos für eure Reise findet. Hierzu sollte man sich vor der Buchung folgende Fragen stellen:

Checkliste:

  • Wo und wie lange benötige ich den Mietwagen?
  • Welcher Typ von Wagen?
  • Wie viele Fahrer?
  • Wie viel Gepäck?
  • Welche Versicherungen?
  • Welche Buchungswebseite?
  • Welche Kosten?

Wo und wie lange brauche ich den Mietwagen?

In erster Linie sollte man sich Gedanken darüber machen, wo man den Wagen am besten abholt. Hier gibt es oft verschiedene Stationen in der jeweiligen Stadt oder in dem Gebiet in dem man ankommt. Besonders zu empfehlen sind hier häufig die Stationen direkt am Flughafen, da hier das erfahrungsgemäß sprachlich am besten ausgebildete Personal arbeitet. Desweiteren sollte man hier darauf achten, dass man sich nichts Unnötiges aufschwatzen lässt. Darauf kommen wir in unserem Mietwagenratgeber beim Punkt „Versicherung“ genauer zurück.

Wichtig ist ebenso, zu welcher Zeit und an welchem Wochentag man das Auto in Anspruch nimmt. Zum einen können die Preise aufgrund von festgelegten Öffnungszeiten, welche man dann nicht einhält, deutlich steigen. Zum anderen ist es wichtig, dass man zwischen Miet-Startzeit und Miet-Rückgabezeit nicht über „24h“ Mietzeit kommt, also keinen neuen Tag anbricht. Man sollte also beispielsweise darauf achten, dass man bei Mietbeginn um 15 Uhr den Mietwagen auch um 15 Uhr wieder zurückbringt, da sonst viele Vermieter bereits für 30 Minuten Verspätung einen weiteren Tag abrechnen.
Man sollte auch bedenken, dass man am Anfang oder am Ende des Roadtrips noch ein paar Tage in einer Stadt hat. Dort braucht man nicht die ganze Zeit einen Mietwagen und kann sich diese Standzeiten sparen.

Welchen Typ von Wagen benötige ich für meine Reise?

Das ist ebenso ein wichtiger Punkt um sowohl jede Menge Stress als auch Geld zu sparen. Beispielsweise in einer Rundreise durch Deutschland ist es ausreichend, eine Limousine zu mieten. In einem Trip durch Mexiko oder die USA empfehlen wir ausschließlich einen SUV.
In erster Linie spielen hier natürlich die Straßenverhältnisse eine große Rolle, zu welchem Typ man tendiert.
Mindestens genauso wichtig ist die Gruppengröße, mit der ihr unterwegs seid.
Im Zweifelsfall würden wir euch immer empfehlen auf Nummer sicher zu gehen und lieber den Wagen eine Nummer größer zu nehmen. Aus eigener Erfahrung können wir euch eher SUVs ans Herz legen, da man mit diesen deutlich seltener Probleme bekommt falls die Straßen dann doch schlechter sein sollten.

Wie viele Fahrer werden für die Tour benötigt?

Besonders auf längeren Fahrten ist es immer gut, wenn man sich abwechseln kann. Zum einen soll es ja nicht anstrengend werden, wir sind ja im Urlaub?! Und zum anderen kann es auf Dauer gefährlich werden, wenn man zu viel am Steuer sitzt und unkonzentriert wird. Im Grunde gibt es keine Regel wie viele Fahrer man wählen sollte. Aber lieber sollte man einen Fahrer mehr eintragen lassen.
Bei vielen Anbietern sind bereits im Startpreis min. 2 Fahrer inkludiert, aber nicht bei allen. Unbedingt auf die Anzahl achten, denn nur die eingetragenen Fahrer dürfen dies auch und lediglich sie sind im Schadensfall versichert.
Ab und an kann man online nur 2 Fahrer eintragen lassen. Dies sollte aber vor Ort gegen Gebühren kein Problem darstellen.

Wie viel Gepäck muss im Mietwagen mittransportiert werden?

Vor allem bei langen Reisen sind die Koffer groß. Wer zu viert oder mit gar noch mehr Personen lange unterwegs ist benötigt einen Mietwagen mit sehr großem Kofferraum. Nur die wenigsten Autos haben Platz für 4 große Reisekoffer und kleinere Rucksäcke. Dadurch schränkt sich die Auswahl bereits stark ein.

Welche Versicherungen brauche ich?

Bei den Versicherungen für den Mietwagen im Urlaub ist besondere Vorsicht geboten. Bei diesen wird oft „gespart“, um mit extrem günstigen Mietwagenpreisen locken zu können. Im Schadensfall wird nichts, bzw. nur sehr wenig übernommen.
Unumgänglich ist eine Vollkaskoversicherung, um gegen Eigenverschuldung abgesichert zu sein. Diese sollte im besten Fall ohne Selbstbeteiligung gewählt werden, um auch definitiv im Schadensfall nichts zahlen zu müssen. Auch hier werden oft Fangangebote beworben, welche von „Vollkasko“ sprechen, jedoch die Selbstbeteiligung sehr hoch im Kleingedruckten versteckt haben.

Als weitere unverzichtbare Versicherung steht die Haftpflichtversicherung im Raum. Bei dieser MUSS beachtet werden, dass eine ausreichende Deckungssumme enthalten ist. Wir empfehlen eine Mindestdeckungssumme von 1 Mio € um gegen sämtliche Personen- und Sachschäden ausreichend abgesichert zu sein.
Wichtig ist eine Diebstahlversicherung welche haftet, wenn euer Auto aufgebrochen und gestohlen wird. Was hier nicht abgesichert sind, sind eure privaten Gegenstände die sich im Auto befinden, also immer auf Nummer sicher und die Wichtigen Utensilien mit ins Hotel nehmen.

Wir persönlich empfehlen euch zusätzlich eine Glas- und Reifen-Versicherung. Diese wird oft angeboten, da das besagte (zusätzlich Unterboden und Dach) nicht bei der Vollkaskoversicherung integriert sind. Da aber besonders Reifenpannen bei längeren Touren nicht unwahrscheinlich sind, sollte man auch hier auf Nummer sichergehen um unnötige Kosten auszuschließen.
Es sei noch gesagt, dass die Versicherungen nicht nur pro Anbieter, sondern pro Angebot variieren. Diese bestimmen oft den Preis des Wagens, somit lieber zweimal prüfen, ob alles abgesichert ist.

Vor Ort wird oft nochmal versucht, zusätzliche oder gar die gleichen Versicherungen ein weiteres Mal anzubieten. Lehnt einfach dankend ab. Es reicht vollkommen aus, was ihr online gebucht haben. Sie wollen nur mehr Geld.

Welche Buchungsseite empfehlen wir?

Im Grundsatz sollte man verschiedene Seiten benutzen, um den billigsten Preis herauszufinden, jedoch ergeben sich leider nur selten gravierende Unterschiede, da die Preise anhand der Versicherungen kalkuliert werden und somit sehr nahe beieinanderliegen werden. Dennoch lohnt sich immer ein Blick auf jede Seite.
Besonders herauszuheben ist die Seite des ADAC, da hier verschiedene Anbieter zusammengefasst werden und man als ADAC-Mitglied einen Rabatt bekommt. Vorteilhaft ist, dass alle benötigten Versicherungen mit ausreichender Absicherung inkludiert sind. Ebenso sehr zu empfehlen ist check24.de*.

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Andere große Anbieter sind billiger-mietwagen.de und ebookers.
Beim zuletzt genannten sollte man bei der Buchung nur auf den tagesaktuellen Rechenfaktor zwischen Schweizer Franken auf Euro achten.

Welche Kosten entstehen und was muss ich beim Mietwagen buchen beachten?

Bevor wir zur beispielhaften Buchung kommen wollen wir nochmal auf die Kosten des Mietwagens eingehen. Im Grundsatz kann man hier keine Pauschale nennen, allerdings kann man erklären woraus sich der Preis zusammensetzt:
Preis pro Tag + Versicherungspauschale + Fahreranzahl + Sonderausstattung
Jeder dieser Punkte lässt den Preis des Wagens steigen.
Außerdem ist zu beachten ist, dass man seinen Führerschein immer im Original mitführen muss um ein Auto zu mieten. Im Ausland empfehlen wir einen Internationalen Führerschein mitzuführen, da die Behörden mit diesem Dokument meist mehr anfangen können. In Vielen Ländern ist dieser sogar vorgeschrieben. (Kostenpunkt ca. 15€ + Passfoto)

Wie läuft eine Buchung ab?

Anhand einer Mietwagenbuchung im Frühjahr 2018 für unseren Trip nach Mexiko im November des gleichen Jahres werden wir euch Schritt für Schritt erklären, wie wir unseren Wagen möglichst günstig und gut abgesichert gebucht haben.
Relativ schnell war dank der Flugdatierung klar, dass wir die ersten Tage unserer Reise Mexiko City noch zu Fuß erkunden werden. So konnten wir die ersten Tage Standzeiten und die damit verbundenen Parkkosten/Mietkosten sparen. Es ergab sich der Zeitraum vom 25.11 bis 18.12. 2018.

Im nächsten Schritt wechselt man auf die Seiten billiger-mietwagen.de, check24.de oder ADAC Autovermietung.
Auf der Seite angelangt gibt man den Startort (bei uns Mexiko-City) und das gewünschte, also obenstehende Datum ein. Bei uns sollte der Abgabeflughafen mit Cancun abweichen. Dies muss auch vor dem Vergleich eingegeben werden, da es eine Einwegmiete – welche nicht zu vernachlässigen ist – mit sich zieht. Im Anschluss wird das Alter des Fahrers eingestellt und auf „Vergleichen“ geklickt.

Recht schnell kristallisierte sich für uns einmal mehr die Seite des ADAC heraus, da sie die günstigsten Konditionen bereitstellte.
Wenn man sich für eines der Autos entschieden hat, sollte man noch einmal auf die entsprechende Seite des Anbieters (bei uns Hertz) wechseln und dort auf günstigere Angebote überprüfen.
In unserem Fall blieb allerdings das Angebot von ADAC das günstigste und somit haben wir alle benötigten Daten von Start- und Endzeit bis zum Versicherungspaket eingegeben und gebucht.

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