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#10 Ein Fußballspiel in Madrid

„Der beste Fußballclub des 20. Jahrhunderts“. Dieser bescheidene Titel wurde Real Madrid im Jahr 2000 offiziell von der FIFA zugesprochen, wohlgemerkt von dem richtigen, echten Weltfußballverband, nicht von der Videospielreihe!

Real Madrid Club de Fútbol, wie der offizielle Name des Clubs lautet, ist wahrlich ein Verein der Superlative. 13 Mal gewann Real Madrid den Europapokal der Landesmeister bzw. nach heutiger Nomenklatur die Champions League, 33 Mal die spanische Meisterschaft, jeweils öfters als jeder andere Verein. Mit 25 von der UEFA und der FIFA anerkannten internationalen Titeln ist Real Madrid der erfolgreichste Fußballverein der Welt.

Aber nicht nur auf dem Fußballplatz selbst, auch in finanzieller Hinsicht setzt der Verein geradezu stellare Maßstäbe. Seit 2005 besetzt Real Madrid die Spitzenposition der umsatzstärksten Fußballclubs weltweit. Laut dem renommierten Wirtschaftsmagazin Forbes besitzt der Verein mit 2,6 Milliarden Euro den höchsten Wert sämtlicher Sportclubs. Mit einem Betriebsergebnis von 172 Millionen Dollar ist Real Madrid der profitabelste aller Fußballvereine und belegt Platz 2 der profitabelsten Vereine aller Sportarten weltweit, lediglich das American Football Mega Franchise Unternehmern der Dallas Cowboys ist Real Madrid in dieser Kategorie überlegen.

660.000 Fans weltweit sind offiziell beim Verein als Anhänger Real Madrids registriert. Insgesamt wird die Zahl der „regulären“ nicht offiziell registrierten Fans auf über 40 Millionen geschätzt. Unnötig zu erwähnen, dass bei so viel Erfolg und Leidenschaft ein Besuch eines Heimspiels von Real Madrid ein ganz besonderes Erlebnis ist. Über 85.000 Besucher finden im Estadio Santiago Bernabéu Platz, dem Heimstadion Real Madrids, welches 1947 eingeweiht und seither kontinuierlich ausgebaut und modernisiert wurde. Es ist eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Madrid. Tickets für Spiele sind sehr begehrt, wer also die Möglichkeit hat, bei einem Besuch der spanischen Hauptstadt auch ein Spiel seines legendären Clubs mitzuerleben, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen.

Wer sich nun als Fußballfan und Madridreisende/r während seines Aufenthalts in der Stadt während eines Fußballtrips unbedingt ein Fußballspiel live ansehen möchte, aber Karten für ein Real Heimspiele längst ausverkauft sind, oder wenn einem Real Madrid einfach zu erfolgsverwöhnt, zu Kommerz und zu Mainstream ist, dem sei eine ausgezeichnete Alternative ans Herz gelegt, nämlich der zweite große Fußballclub Madrids und Reals Erzrivale, Atlético Madrid.

Estadio Vicente Calderón Fußballtrip

Club Atlético de Madrid SAD ist nach Real Madrid und dem ebenso berühmt berüchtigten FC Barcelona der dritt erfolgreichste spanische Fußballclub. Ein Duell dieser beiden Mannschaften ist für die madrilenischen Fußballfanatiker das Highlight jedes Fußballjahres. Wo Real Madrid das große Mainstream Franchise Unternehmen ist, ist Atlético Madrid der kleine Indie Darling, der Rebell, der Underdog. Real Madrid ist so etwas wie die königliche, privilegierte Oberschicht, wohingegen Atlético eher wie die bescheidene, bodenständige Arbeiterklasse wirkt.

Dieser Gegensatz zeigt sich allein schon in den Standorten der jeweiligen Spielstätten. Wo das Estadio Santiago Bernabéu im wohlhabenden Viertel Chamartín im Norden Madrids beheimatet ist, befand sich das langjährige Heimstadion Atlético Madrids, das Estadio Vicente Calderón, im ärmlichen Arbeitetviertel Arganzuela. Im Gegensatz zu dem luxuriösen Prunktempel Real Madrids trug Atlético Madrid seine Heimspiele in einem bescheidenen und unscheinbaren Stadion mitten in der Stadt aus.

Ebenso so einzigartig wie kongenial war die Konstruktion dieses Stadions, denn ein Teil des Stadions lag direkt über der Stadtautobahn M-30. Eine freistehende Haupttribüne war nicht direkt mit dem ihr gegenüberliegenden im Halbrund angeordneten restlichen Teil der Tribüne angeordnet. So ergaben sich zwischen diesen beiden Trübenteilen zwei Lücken, durch welche man beobachten konnte, wie unter der Haupttribüne die Stadtautobahn in einen Tunnel verschwand. Eine bescheidene wie grandiose Konstruktion.

Parque Madrid Río

2017 musste Atlético dieses traditionsreiche, legendäre Stadion jedoch verlassen und spielt nun im Estadio Metropolitano im Osten Madrids, da das Estadio Vicente Calderón abgerissen wurden und einem Park weichen soll. Dennoch lohnt sich auch im neuen Stadion ein Besuch eines Spiels des Underdogs Atlético Madrid, des Vereins der anti-establishment Rebellen.

#9 Parque Madrid Río

Kalkutta liegt am Ganges, Paris liegt an der Seine, doch dass Madrid am Manzanares liegt, weiß nicht mal Madeleine. Selbst die Madrilenen haben das kleine Flüsschen, an welchem ihre Stadt liegt, über Jahrzehnte kaum im Bewusstsein gehabt und gegebenenfalls vielleicht sogar kein einziges Mal zu Gesicht bekommen. In den 1970er entstand an den Ufern des Manzanares eine Stadtautobahn, so dass der Fluss nicht mehr ersichtlich und größtenteils gar nicht mehr zugänglich war. Doch das sollte alles ändern, als die Madrilenen vor wenigen Jahren ihren Fluss neu für sich entdeckt haben.

Madrid Río nennt sich eines der ambitioniertesten Bauprojekte Europas der letzten Jahre. Zwischen 2006 und 2012 wurden Baukosten von mehreren Milliarden Euro in die Hand genommen, um kilometerlange Abschnitte der Stadtautobahn unter die Erde zu verlegen und einem komplett neuen Stadtpark weichen zu lassen. Mit 5.500 neuen Bänken, über 30 neu angelegten oder sanierten Brücken und mehr als 33.000 gepflanzten Bäumen wurde ein Naturparadies mitten in der Stadt erschaffen wo früher Blechlawinen über unschöne Asphaltstraßen rollten. Eine wahrhaftige Sehenswürdigkeit Madrids! Wo noch vor wenigen Jahren massenweise Autos neben stiefmütterlich vernachlässigten Flussbetten rund um die Uhr tobte, pulsiert heute das Leben in einem von Grund auf neu aus dem Boden gestampften Park, durch welchen der einst verbannte Manzanares heute gemächlich und malerisch schön vor sich hin fließt.

Parque Madrid Río

Gut 10 km lang auf ca. 130 Hektar lädt der Parque Madrid Río heute ein, entlang des kleinen Stadtflusses zu schlendern und ein Stückchen Natur inmitten der Stadt zu genießen. Von Inlineskatern bis Fahrradfahrern, von Hundebesitzer bis Joggingenthusiasten, der Park ist perfekter Treffpunkt und ideale Entspannungsmöglichkeit für alle Bewohner und Besucher Madrids. Auch wenn er erst wenige Jahre auf dem Buckel hat, der Parque Madrid Río hat längst einen festen Platz im Herz der Madrilenen gewonnen und hat sich in den wenigen Jahren seiner Existenz für Einheimische wie für Touristen gleichermaßen als ein absolutes Highlight Madrids etabliert.

Der Parque Madrid Río bietet eine wundervolle Abwechslung zu dem sonst so dicht bebauten Madrid, durch dessen enge Straßen und Häuserschluchten sich rund um die Uhr Massen von Autos und Menschen pressen und in denen sich der Müll auftürmt. In Zeiten von Urbanisierung, Überbevölkerung und Umweltverschmutzung, in denen Städte wir Betonwüsten aus den Boden ragen und man die Farbe Grün nur noch von der Biotonne kennt, stellt der Parque Madrid Río ein beeindruckendes Beispiel dar, wie man sich in einer Millionenstadt ein Stückchen Natur zurückholen kann und wie man einem Betondschungel eine Grüne Lunge verpassen kann.

#8 Plaza de Cibeles

Dass der Göttervater Zeus kein Kind der Traurigkeit war und hier und dort gerne mal einen unehelichen Halbgott gezeugt hat, ist ja bekanntlich kein Geheimnis. Der Übergott strotzte so sehr vor Potenz, dass er gerne auch mal im Schlaf seinen Samen verlor. So auch, als er einst ein kleines Nickerchen auf dem Berg Agdos in Phrygien in Kleinasien tätigte. An der Stelle, an welcher sein göttlicher Samen den Boden beträufelte, wuchs sogleich das Zwitterwesen Agdistis, das von den übrigen Göttern kastriert und dadurch zur großen Göttermutter Kybele wurde. Das entfernte Gemächt wurde wiederum zu ihrem Geliebten Attis. Ja, die Götter müssen wirklich verrückt sein. Aus diesem Mythos entwickelte sich zunächst in Asien, später in Griechenland und schließlich im ganzen römischen Reich der Kybele- und Attiskult, im Zuge dessen Kybele als Mutter der Natur verehrt wurde.

Im Herzen Madrids findet sich mit der Fuente de Cibeles ein Brunnen zu Ehren eben dieser Göttermutter Kybele. In mitten des Brunnens zeigt eine Statue die Göttermutter in einem von Löwen gezogenen Wagen. Der Brunnen befindet sich inmitten des Plaza de Cibeles, einem der vielbefahrendsten Plätze ganz Madrids.

Ungeachtet des vielen Verkehrs und der zahlreichen Autos, die sich rund um die Uhr an diesem Platz vorbei schlängeln, ist der Plaza de Cibeles nicht nur wegen dieses Brunnens, sondern erst recht wegen des prachtvollen Palacio de Cibeles jederzeit einen Besuch wert. Ehemals als Palacio de Comunicaciones bekannt, diente dieser prunkvolle Bau einst als Hauptpostgebäude, fungiert heute jedoch als Rathaus und beherbergt die Stadtverwaltung Madrids.

Plaza de Cibeles Plaza de Cibeles

Der Palacio de Cibeles ist so etwas wie das heimliche Wahrzeichen Madrids, ein Traumpalast, der eine Vielzahl verschiedener Baustile vereint und die Phantasie eines jeden Architekten und Kunstliebhabers beflügelt. Das Gebäude wirkt wie eine Blaupause für sämtliche verschiedenen Schlösser und Paläste auf diesem Planeten, wie ein best of sämtlicher Prunkbauten, die etwas auf sich halten. Mit seiner strahlend weißen Fassade, unzähligen verschnörkelten kleinen Türmchen und detailverliebten Verzierungen wirkt der Palacio de Cibeles, als hätten Schloss Neuschwanstein und der Louvre ein Kind bekommen. Ein wahrhaftiges Fest für die Augen.

Zu schön um wahr zu sein aber dennoch real. Kein Wunder, dass die Fußballer und Fans von Real Madrid hier ihre großen Siege und Meisterschaften feiern. Mit dem Brunnen der Kybele im Vordergrund und dem majestätischen Rathaus im Hintergrund stellt der Plaza de Cibeles ein Musterexemplar für das perfekte Fotomotiv dar. Zurecht das heimliche Wahrzeichen und Sehenswürdigkeit Madrids.

#7 Puerta del Sol

Botanisch gesehen ist die Erdbeere keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht, da die Früchte der Erdbeere die kleinen gelblichen Nüsschen sind, die auf der roten Scheinfrucht sitzen. Stattdessen sind beispielsweise Bananen, Zitronen, Tomaten, Paprika oder Gurken botanisch betrachtet Beeren. Biologisch betrachtet sind die Erdbeeren eine Gattung innerhalb der Familie der Rosengewächse. Sogenannte Erdbeerbäume hingegen, die ihren Namen aufgrund ihrer Früchte tragen, welche der Erdbeere ähneln, zählen hingegen zu den Heidekrautgewächsen.

Zurecht wird sich der geneigte Leser nun fragen, was zum Teufel diese Lektion aus dem Kapitel nutzloses Wissen für fortgeschrittene Klugscheißer mit der spanischen Hauptstadt zu tun haben soll. Die Antwort darauf lautet: Fast gar nichts, bis auf die Tatsache, dass der Erdbeerbaum Teil des Stadtwappens von Madrid ist.

El Oso y el Madroño, der Bär und der Erdbeerbaum, ist Symbol und Wappen Madrids. Eine bronzene Skulptur an der Puerta del Sol zeigt dieses Wappenmotiv, einen lebensgroßen Bären, der sich an einem Erdbeerbaum festhaltend aufrichtet, um von den Früchten des Baums zu naschen.

Puerta del Sol ist wohl einer der belebtesten und höchst frequentierten Plätze ganz Madrids. Zu jeder Tages- und Nachtzeit ist hier etwas los, hier tummeln sich die Leute rund um dir Uhr. Ein bunt gemischtes Klientel aller möglichen unterschiedlichen Menschen, die Madrid beheimatet. Jung und alt, arm und reich, Arbeiter und Unternehmer, Studenten und Studierte, Straßenmusiker und Künstler, Gaukler und Gauner. Hier trifft sich alles und jeder in Madrid, von den alteingesessenen Einheimischen bis zu den Touristen, die unbedingt vor der Statue des Bären und des Erdbeerbaumes ein Foto machen wollen.

Ein jeder Madrid Besucher wird unweigerlich früher oder später an der Puerta del Sol vorbei kommen, ist dieser Platz wie ein Knotenpunkt zwischen all den Sehenswürdigkeiten, die es sich in Madrid zu besuchen lohnt. Ob man vom Parque del Retiro (siehe Platz 2) zum Palacio Real (siehe Platz 3) möchte, ob man von der Gran Vía (siehe Platz 5) zum Plaza Mayor (siehe Platz 6) möchte, die meisten Wege führen über die Puerta del Sol.

Herzstück und Hauptblickfang der Puerta des Sol ist das Casa de Correos, das ehemalige Gebäude des Postamts und heute Sitz der Regionalregierung der autonomen Gemeinschaft Madrid, mit einer imposanten Fassade und einem auffälligen Glockenturm. Ferner prangt an der Puerta des Sol die älteste Leuchtreklame Madrids und wirbt in bunten Farben für die Sherrymarke Tío Pepe.

Und für all denjenigen, die neben den eingangs erwähnten Erdbeerfakten noch weiteres unnützes Wissen aus diesem Artikel mitnehmen möchten, das man bei passender Gelegenheit neunmalklug in einer belanglosen Konversation einwerfen kann um sein Gegenüber komplett aus dem Konzept zu bringen: Die Puerta del Sol ist der symbolische geographische Mittelpunkt Spaniens sowie der symbolische Anfangs- und Schnittpunkt von sechs Fernstraßen, die sich von Madrid aus sternförmig durch ganz Spanien erstrecken. Eine Plakette am Boden vor dem Casa de Correos markiert hierzu den Kilometer Null dieses Straßensystems.

#6 Plaza Mayor

Die Sonne brennt. Die Hitze glüht. Die Stadt hat Fieber. Man befindet sich in mitten des Trubels der Stadt. Menschen wuseln um einen herum. Es ist laut, heiß, eng. Man steht vor einem großen Torbogen in mitten einer Häuserfassade, der darauf wartet, durchquert zu werden. Nach wenigen Schritten hat man die majestätische Arkaden durchschritten. Eben war man noch in Madrid und nun hat man einen kleinen Mikrokosmos inmitten der Stadt betreten, den Plaza Mayor.

Der Plaza Mayor ist einer der zentralen Plätze in Madrid, nicht weit von der Puerta del Sol (siehe Platz 7) entfernt. Der rechteckige ca. 130×95 Meter große Platz ist komplett von Häuserfassaden eingezäunt. Ein prächtiger Innenhof begrenzt von malerisch schönen Gebäuden. Betritt man den Platz durch eine seiner Pforten, ist man wie abgeschieden vom Rest der Stadt und man taucht in eine kleine, bezaubernde Welt für sich ein, ein malerischer Mikrokosmos in der makroskopischen Metropole Madrid.

Plaza Mayor

Die einheitlichen Häuserfassaden sind in leuchtendem mattem Rot gehalten. Die unterste Ebene der vierstöckigen Gebäude bilden Arkadengänge, auf welchen drei Stockwerke mit unzähligen weiß umrandeten Fenstern thronen, welche besonders schön mit dem strahlendem Rot der Häuserwände harmonieren. In regelmäßigen Abständen sind die Dächer mit Türmchen gekrönt. Wenn man nicht genau wüsste, dass man sich gerade in der Hauptstadt Spaniens befindet, könnte man genauso meinen man befände sich in Stockholm oder Kopenhagen.

Nur an der Nordseite des Platzes weicht ein Gebäude deutlich von den übrigen, architektonisch nahezu identischen Bauwerken ab und sticht als Highlight des Platzes sofort ins Auge, das Casa de la Panadería, das Haus der Bäckerei. Beherbergte das Gebäude früher eine der wichtigsten Bäckereien Madrids, befindet sich hier heute eine Touristeninformation. Das Gebäude besticht mit seiner verzierten und bemalten Fassade, welche verschiedenste mythologische Figuren zeigen. Auch wenn die Gemälde den Eindruck erwecken Jahrhunderte alt zu sein, stammen sie in Wirklichkeit jedoch aus den frühen 1990er Jahren. Der Schönheit tut dies jedoch keinen Abbruch.

Der Plaza Mayor hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Seine Wurzeln gehen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Seitdem wurde der Platz im mehreren Umbauten neu gestaltet und wurde von mehreren Bränden heimgesucht. In seiner jahrhundertelangen Geschichte war der Plaza Mayor Austragungsort von Märkten, Theateraufführungen, Fußballspielen und Stierkämpfen. Während der spanischen Inquisition fanden hier sogar Autodafés statt, Hinrichtungen von Ketzern, besonders bevorzugt durch den Feuertod auf dem Scheiterhaufen.

Heute geht es auf dem Plaza Mayor deutlich friedlicher zu. Man kann in einer einzigartigen Kulisse Straßenmusikern lauschen, die Werke von Straßenmalern bewundern oder sich in exquisiten Restaurants ein kulinarisches Schmankerl gönnen. Zwar sind die Preise hier sehr gesalzen sind und aufgrund der begrenzten Ausmaße des Platzes tummeln sich die Menschenmassen geradezu. Dennoch lädt der Plaza Mayor stets dazu ein, in die Magie dieses Ortes einzutauchen, die Schönheit des Platzes und seiner Gebäude zu genießen und für einen kurzen Moment die Stadt um sich herum zu vergessen. Ein verdienter 6. Platz in unserere Liste der Top 10 Sehenswürdigkeiten in Madrid.

#5 Gran Vía

Die Gran Vía. Wohl an keinem anderen Ort prallen die Vorzüge und die Negativpunkte dieser Stadt so krass aufeinander wie hier. An der Gran Vía werden sich die Geister scheiden, hier wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Hier wird sich zeigen, wer sich in den gewöhnungsbedürftigen Charme dieser Stadt verliebt und wer mit dieser Betonwüste einfach nichts anfangen kann.

Die Gran Vía ist eine der Hauptverkehrsstraßen Madrids, die knapp 1,5 km mitten durch das Herz der spanischen Hauptstadt verläuft. Ein bisschen ist die Gran Vía wie New York, wie die Wolkenkratzerschluchten Manhattans, bloß mit nur halb so hohen Gebäuden. Ein bisschen ist die Gran Vía wie London, geschmückt mit prachtvollen Gebäuden, die vom einstigen Ruhm und Prunk einer Kolonial- und Weltmacht zeugen. Wie in New York und London pulsiert an der Gran Vía das Leben, hier ist immer etwas los, die Stadt kommt hier nie zum Stillstand. Doch die Gran Vía hat mit den selben Problemen zu kämpfen, wie auch New York und London. Es ist laut, dreckig und eng.

Gran Vía, Madrid

Sechs Fahrspuren ist die Gran Vía breit, doch wirkt sie dennoch beengt. Eingezwängt und hineingepresst in die engen Häuserschluchten. Blechlawinen und Autokorsos versuchen sich ihren Weg zu bahnen, Massen von Fußgängern drängen sich auf den schmalen Bürgersteigen. Die Gran Vía wirkt überfüllt und scheint an allen Nähten zu platzen. Die ohnehin schon warmen Temperaturen kommen einem um einiges unangenehmer vor, die Hitze staut sich in den engen Häuserschluchten, die Betongebäude geben nochmal zusätzliche Wärme ab. Die brennenden Sonnenstrahlen werden von Fenstern reflektiert. Autos und Motorräder heizen mit ihren Motoren und Angaben die stickige Luft noch weiter auf und sorgen für eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse.

Wer hier entlang schlendern will, sollte besser nicht klaustrophobisch sein, schnell kann man sich erdrückt fühlen, als würde die Stadt die Menschenmassen in ihrem Schlund verschlingen wollen. Die Gran Vía ist nichts für jedermann. Nicht jeder wird hieran sein Vergnügen finden, viele werden froh sein, wenn sie diesem Trubel schnellstmöglich wieder entfliehen können.

Doch Großstadtmenschen und Freunde urbaner Kulissen werden hier ihre wahrste Freude haben und sich dem Flair und der Energie dieser Straße nur schwer entziehen können. Auf der Gran Vía kann man den Puls der Stadt pochen hören, man kann förmlich das Adrenalin spüren, das hier durch die Venen der Stadt gepumpt wird. Wer vom Trubel und der Hektik einer Großstadt getrieben und gepusht wird, wer die unbändige Energie und die niemals enden wollende Bewegung der Stadt zum Leben braucht, der wird die Gram Vía lieben.

Hier ist immer etwas los. Menschen schlendern hier immer entlang. Man kann sich hier regelrecht verlieren im People Watching. Das rege Treiben der verschiedenen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kultur und Religion, die sich in einem friedlichen miteinander durch das Chaos der Stadt schlängeln, ist ein fesselndes Schauspiel, das dazu einlädt, beobachtet zu werden.

Doch nicht nur die Menschen, auch die Gebäude und Plätze an der Gran Vía bilden eine traumhafte Kulisse zum Flanieren. Zahlreiche Theater und Kinos zeugen von dem ausgiebigen kulturellen Angebot, das die spanische Hauptstadt zu bieten hat. Geschäfte, Läden und Boutiquen bieten ideale Jagdgründe für Shoppingvictims und Schnäppchenjäger. In unterschiedlichsten Restaurants, Bars und Fast Food Läden ist für jeden Geschmack die richtige Gaumenfreude dabei.

Die Gran Vía beginnt am Plaza de España, einem großen Platz mit einem imposanten Denkmal, welches den spanischen Dichter Miguel de Cervantes und seine weltberühmten Romanfiguren Don Quijote und Sancho Pansa zeigt.

Gran Vía Metropolis, Madrid

Am Plaza del Callao trifft sich ganz Spanien von jung bis alt, von Einheimischen bis Touristen. Von diesem Platz aus zweigen mehrere Fußgängerzonen ab, unter anderem die Calle Preciados, eine der bekanntesten Einkaufsmeilen der Stadt, die mit zahlreichen Geschäften und Restaurants zum bummeln einlädt.

Das Telefónica Gebäude, Zentrale des gleichnamigen Telekommunikationsunternehmens, ist mit einer Höhe von 89 Metern das höchste Gebäude der Gran Vía und war gar das erste Hochhaus Europas. Das Gebäude erinnert eindeutig an amerikanische Wolkenkratzer und könnte wohl genauso gut in Downtown Manhattan stehen.

Den krönenden Abschluss bildet schließlich das Metrópolis Gebäude an der Kreuzung, in welcher die Gran Vía in die Calle de Alcalá mündet. Ursprünglich als Sitz einer Versicherungsgesellschaft errichtet, bildet das Gebäude mit seiner strahlend weißen, kunstvoll verzierten Fassade und der schwarzen mit goldenen Ornamenten geschmückten Kuppel, gekrönt von einer Statue der Siegesgöttin Victoria eine überaus imposante Kulisse und ein traumhaftes Fotomotiv.

Was man letztendlich auch von ihr halten mag, wer die Gran Vía nicht gesehen hat, der hat Madrid nicht gesehen. Ein Spaziergang entlang dieser Sehenswürdigkeit Madrids sollte bei keinem Besuch der spanischen Hauptstadt fehlen. Danach weiß man auch mit Sicherheit, ob man sich in Madrid verliebt hat oder mit dieser Stadt einfach nichts anfangen kann.

#4 Templo de Debod

Weltweit gibt es nur eine Hand voll altägyptischer Bauwerke, die sich heute nicht mehr in Ägypten befinden und in Ländern weit abseits des Nils bewundert werden können. Eines dieser Bauwerke ist der Tempel von Debod, ein altägyptischer Tempel zu Ehren der Göttin Isis aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus, der heute mitten in der Innenstadt Madrids steht. Da fragt man sich jetzt doch zurecht, wie denn ein Tempel aus dem südlichsten Zipfel Ägypten seinen Weg mitten in das Herz Spaniens gefunden hat.

Templo de Debod

Hat die spanische Regierung etwa in einer Nacht und Nebel Aktion den Tempel in einem Coup des Jahrtausends gestohlen, auf den sogar Danny Ocean, Professor Moriarty und Memphis Raines stolz wären? Haben etwa Außerirdische, die ihr Ufo gerade auf den Pyramiden geparkt haben, etwas zu tief ins altägyptische Glas geschaut, wollten sturzbesoffen heim nach Abydos düsen, haben dabei volltrunken den Tempel geschrammt und über ein paar hundert Kilometer bis nach Spanien geschubst? Oder waren ganz einfach nur Asterix und Obelix an der ganzen Geschichte beteiligt und wollten Kleopatra ein bisschen an ihrer hübschen Nase herum führen? Die Wahrheit ist jedoch nochmal um einiges spektakulärer, als diese drei doch eher bodenständigen Theorien zusammen!

Der Bau des Assuanstaudamms in Ägypten war in den 1960er Jahren ein ebenso ambitioniertes wie umstrittenes Bauunterfangen. Durch eine 3,8 km lange und 111 Meter hohe Staumauer wurde der Nil ca. 13 km südlich der Stadt Assuan zum Nassersee aufgestaut, der sich bis ins Nachbarland, den Sudan, erstreckt. Für den Bau des Staudamms mussten 100.000 Einwohner aus den heute überfluteten Gebieten umgesiedelt werden. Und nicht nur die Bevölkerung, auch Jahrtausend alte Kulturgüter standen davor, in dem aufgestauten Gewässer wortwörtlich unter zu gehen.

Daher rief die UNESCO in einem einzigartigen Appell auf, diese unbezahlbaren Kulturgüter vor dem Untergang zu bewahren, woraufhin sich Architekturbüros und Bauunternehmen der ganzen Welt zusammentaten, um die von der Überflutung bedrohten Bauwerke von ihren ursprünglichen Standorten in sichere Regionen zu verlagern. Prominentester Vertreter dieser ab- und neu aufgebauten Monumente ist Abu Simbel, an dessen Umsiedlung unter anderem auch spanische Archäologen beteiligt waren.

Als Dank für die Rettung dieses einzigartigen kulturellen Erbes schenkte die ägyptische Regierung dem spanischen Staat den Tempel von Debod, der ebenfalls von der Überflutung bedroht war und demontiert wurde. Die Einzelteile des Tempels wurden 1970 zunächst Nilabwärts bis nach Alexandria und anschließend quer durchs Mittelmeer bis nach Valencia verschifft und schließlich über das halbe spanische Festland bis nach Madrid transportiert, wo die gigantischen Puzzlestückchen unweit des Königspalastes wieder zusammengebaut wurden. Seit 1972 können die Madrilenen somit ein Stück ägyptischer Kultur ihr eigen nennen.

Templo de Debod

Und nicht nur wegen seiner außergewöhnlichen Geschichte ist der Templo de Debod einen Besuch wert. Von dem heutigen Standort dieses weit gereisten Tempels hat man einen beeindruckenden Ausblick auf den Königspalast (siehe Platz 3) sowie über den Parque del Oeste, den Westpark, an dessen Beginn der Tempel errichtet wurde. Auf einer Anhöhe gelegen mit dem weitläufigen Westpark zu Füßen bietet der Templo de Debod den wohl schönsten Platz ganz Madrids, um einen unvergesslichen Sonnenuntergang zu genießen.

#3 Palacio Real

Der geneigte Fußballfan mag bei dem Wort Real wohl zunächst an den weltbekannten Fußballclub aus der spanischen Hauptstadt denken. Doch wer bei dem Namen Palacio Real an das Heimstadion des spanischen Rekordmeisters denkt, der ist schief gewickelt. Der Palacio Real, der königliche Palast, ist die offizielle Residenz des spanischen Königshauses und eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten Madrids.

Palacio Real

An der Stelle des heutigen Palasts stand bis ins 18. Jahrhundert ein maurisches Burgschloss, welches von den spanischen Königen als Residenz genutzt wurde. Doch nachdem dieses Schloss durch einen Brand zerstört wurde, war man quasi zu einem Neubau gezwungen. Und diese Gelegenheit hat man zugleich beim Schopfe gepackt, um ein dem spanischen König würdiges Schloss zu errichten, welches sich hinter den prachtvollen Reisdenzen anderer europäischer Monarchen nicht zu verstecken braucht.

Man bedenke, der französische König residiert in seinem vor Prunk und Luxus geradezu strotzenden Schloss Versailles, die Habsburger sind in der altehrwürdigen Hofburg in Wien zu Hause, da braucht man als spanischer König natürlich einen ebenbürtigen Prachtbau um im innereuropäischen royalen Schwanzvergleich nicht den Kürzeren zu ziehen.

Palacio Real

Und der spanische König hat sich wahrlich nicht lumpen lassen. Der Palacio Real ist ein pompöses, mächtiges Schloss geworden, mit einem breiten vorgelagerten Ehrenhof, dem Plaza de la Armería. Doch nochmal im einiges bombastischer als der ohnehin schon beeindruckende Palacio Real ist die dem Königspalast direkt gegenüberliegende Almudena Kathedrale Santa María de Real de la Almudena. Die zum Königspalast gerichtete, pompöse Frontfassade der Kathedrale mit zwei übereinander gelegenen, riesigen Säulenreihen begrenzt von zwei enormen Glockentürmen wirkt wie eine gigantischere, um einiges vergrößerte Version des Königsschlosses.

Es ist kaum zu glauben, dass die Almuneda Kathedrale sehr viel jünger als der Königspalast. Ihr Bau begann im späten 19. Jahrhundert und wurde erst in den frühen 1990er Jahren fertig gestellt. Doch trotz dieses erheblichen Altersunterschieds wirken die majestätischen Gebäude wie aus einem Guss. Die Kathedrale, der sich ihr zu Füßen erstreckende Plaza de la Armería und der dahinter gelegene Palacio Real harmonieren geradezu perfekt und wirken wie als ein theatralisch monumentales Bauprojekte konzipiert.

Aber nicht nur der Königspalast und seine Kathedrale selbst wissen zu begeistern, auch die unmittelbare Nachbarschaft dieser Prunkbauten hat seine Reize. An der Ostseite des Palacio Real liegt der Plaza Oriente, ein weitläufiger Platz mit schönen Parks und Grünanlagen, in welchen sich imposante Steinstatuen vergangener Könige finden, welche ursprünglich die Balustraden des Königsschlosses krönen sollten. Auch das Teatro Real, das Madrider Opernhaus am Ende des Plaza Oriente bietet mit seiner harmonischen Frontfassade ein wunderbares Fotomotiv.

Palacio Real
Palacio Real innen

Und wer unermüdlich auf der Jagd nach dem perfekten Fotomotiv ist, dem sei der Campo del Moro ans Herz gelegt, ein Park an der Westseite des Palacio Real, von welchem aus man einzigartige Blickwinkel auf den Palast und die Kathedrale erhaschen kann. Aber den wohl schönsten Blick auf die Almudena Kathedrale bekommt man im Parque de las Vistillas geboten, einem kleinen unscheinbaren Park etwa 400 Meter südlich des Palacio Real, der jedoch eine atemberaubende Aussicht im Angebot hat.

So oder so, ob Fotoenthusiast, bekennender Royal Fan oder Fanatiker von Real Madrid, der Palacio Real und die um ihn herum gelegenen Gebäude sind ein wahres Highlight für jeden Madrid Besucher.

#2 Parque del Retiro

Madrid ist nichts für jedermann. Enge, überlaufene Straßen…Unmengen von Menschen, die permanent um einen herum wuseln…viel Verkehr und viele Autos unweigerlich verbunden mit vielen Abgasen, die sich stickig in den Häuserschluchten sammeln und die ohnehin schon heiße Atmosphäre nochmal weiter aufheizen…Madrid ist eine Großstadt, Hauptstadt, Millionenstadt. Metrópolis errichtet aus Beton und Stahl. Wer es lieber etwas ruhiger, gediegener, zurückhaltender möchte, für den ist Madrid sicherlich nicht die richtige Wahl.

Doch auch Madrid hat einen Ort, der eben genau das ist…ruhig, gediegen, zurückhaltend…ein Quell der Ruhe…eine kleine, grüne Oase in mitten der ausufernden Betonwüste. Den Parque del Retiro, die grüne Lunge Madrids, wie der Central Park in New York oder der englische Garten in München. Ein Garten Eden in mitten einer Hölle aus Asbest.

Parque del Retiro

Parque del Retiro, Madrid

Der Park wurde bereits im 15. Jahrhundert als Rückzugpunkt für den König angelegt unter dem Namen Buen Retiro, schöne Zuflucht. Im 19. Jahrhundert wurde der Park der Öffentlichen zugänglich und seither nutzen die Einwohner und Besucher Madrids den Parque del Retiro als Rückzugspunkt und schöne Zuflucht, um sich von dem Stress und der Hektik der ihn umgebenden Stadt eine Auszeit zu gönnen. Und welch malerisch schönen Park die Madrilenen hier doch ihr Eigen nennen können und mit welch eindrucksvollen Attraktionen dieser Park zu begeistern weiß.

Parque del Retiro

Auf einem künstlich angelegten See plätschern Ruderboote gemächlich vor sich hin, gesteuert von frisch verliebten Pärchen, stolzen Eltern mit ihren kleinen Kindern, tiefenentspannten Touristen. Ein weiter Arkadenbogen mit einer beeindruckenden Säule im Mittelpunkt, auf dessen Spitze eine Reiterstatue zu Ehren König Alfons XII. thront, gibt eine monumental theatralische Kulisse und ein exzellentes Fotomotiv. Der Palacio de Cristal, der Kristallpalast, Austragungsstätte für nationale Ausstellungen, sticht mit seinem Säuleneingang und seiner beeindruckenden Glaskuppel in mitten der ihn umgebenden Bäume majestätisch hervor. Im Paruqe del Retiro gibt es so viele Details und Sehenswürdigkeiten zu entdecken, dass man sich hier ganze Tage aufhalten kann ohne sich zu langweilen.

Monumento a Alfonso XII de España im Parque del Retiro ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in MadridMonumento a Alfonso XII de España, Parque del Retiro

Und wenn man doch irgendwann alle Gebäude und Geheimnisse des Parks entdeckt hat, kann man immer noch das rege Treibern der Menschen im Park beobachten und sich davon in bester Manier unterhalten lassen, von den Klängen von ambitionierten Straßenmusikern, von den artistischen Werken von Malern, Überlebenskünstlern und anderen Gauklern oder einfach von den Besuchern des Parks, denn früher oder später findet jeder in Madrid den Weg in den Parque del Retiro.

#1 Mercado de San Miguel

Wer die bisherigen neun Plätze dieser Liste der Sehenswürdigkeiten in Madrid aufmerksam verfolgt hat, der hat vielleicht eine unterschwellige Botschaft bemerkt, die sich heimlich, still und leise durch diese Liste hindurch zieht. Madrid ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack.

Wer urbanen Flair liebt, wer sich von der unbändigen Energie der Madrilenen pushen lässt, wer sich von dem Charme Madrids fesseln lässt, der wird an dieser Stadt die höchste Freude haben. Doch ebenso kann man sich von den engen, überfüllten Gassen, dem hohen Verkehrsaufkommen, dem ewigen Lärm und dem vielen Müll auch schnell abschrecken lassen.

Aber es gibt einen Ort in Madrid, an dem jeder einfach nur gefallen finden kann, den man einfach nur lieben muss. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen und dieser Ort bietet eine dermaßen große und abwechslungsreiche Auswahl an kulinarischen Highlights, Gaumenfreuden und Schmankerln, dass man gar nicht anders kann als sich sofort unsterblich in diesen Ort zu verlieben. Und daher hat sich dieser Ort wohlverdient den Spitzenplatz dieser Liste gesichert. Der Mercado de San Miguel.

Mercat de la Boqueria

Mercado de San Miguel ist eine Markthalle im Herzen Madrids, nur wenige Meter vom Plaza Mayor entfernt. In einer mit Glasfassaden verkleideten Stahlkonstruktion werden verschiedenste Tapas Spezialitäten in eine Vielzahl von Ständen und Bars serviert. Und hier ist für jeden Geschmack das Richtige dabei, hier findet man alles was das Herz begehrt und wovon man kulinarisch vielleicht nicht einmal zu träumen gewagt hat.

Antipasti wie eingelegt und gefüllte Oliven, Pilze, Paprika usw. Serrano Schinken fein aufgeschnitten auf frisch gebackenem Weißbrot. Fisch, beispielsweise kleine Spieße mit Sardellen, Garnelen und co. Fleisch, z.B. auf den Punkt gebratene Rindersteakscheibchen. Käse, von zart schmelzenden Ofenkäse bis zu ausgezeichnetem Hartkäse. Und natürlich dürfen auch verführerische Nachspeisen wie feine, kleine Macarons und betörende Schokokügelchen nicht fehlen.

Mercado de San Miguel Iberico Schinken, eine der Sehenswürdigkeiten in Madrid

Und das Beste an der ganzen Sache, alles wird als Tapas serviert, als kleine Häppchen in mundgerechten Portionen, wodurch die ideale Möglichkeit geboten ist, sich durch so viele Stände durchzuprobieren bis man sprichwörtlich keinen Bissen mehr hinunter bekommt.

Steakhäppchen im Mercado de San Miguel

Madrid kann man wohl nur hassen oder lieben. Doch den Mercado de San Miguel kann man einfach nur lieben. Auch wenn Madrid viel zu bieten hat, vom Parque Madrid Río (Platz 9) bis zum Parque del Retiro (Platz 2), vom Plaza de Cibeles (Platz 8) bis zum Plaza Mayor (Platz 6), von Real Madrid (Platz 10) bis zum Palacio Real (Platz 3), der Mercado de San Miguel wird die Herzen und das Seelenwohl seiner Gäste im Sturm erobern wie wohl kein zweiter Ort in der ganzen Stadt. Bei einem Besuch Madrids führt schlichtweg kein Weg am Mercado de San Miguel vorbei.

Mercado de San Miguel

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