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Der Nationalpark Plitvicer Seen ist eines der schönsten Naturreservate Europas, vielleicht sogar weltweit. Kaum anderswo treffen Berge, grüne Natur mit kristallklarem, tiefblauem Wasser und Wasserfällen auf so unnachahmliche Art und Weise zusammen. In einer terrassenartigen Anordnung reiht sich über mehrere Kilometer immer leicht erhöht ein See an den nächsten. Nicht umsonst sind die Plitciver Seen Kulisse für „Der Schatz im Silbersee“ und UNESCO Weltnaturerbe. Jährlich besuchen den Nationalpark über 1 Mio. Besucher. Wir geben die wichtigsten Informationen und Erfahrungen.

Wo liegen die Plitvicer Seen?

Der Nationalpark Plitvicer Seen liegt nahe der bosnischen Grenze zwischen den mediterranen Urlaubsgebieten am Mittelmeer und dem Landesinneren Kroatiens. Die charakteristischen Seen erstrecken sich auf einer Länge von etwa 5 km.

Wie lange fährt man von den üblichen Urlaubsorten zu den Plitvicer Seen?

Von Rovinj, Pula und Poreč aus dauert die Fahrt mit dem eigenen Auto 3 Stunden (240 km). Das ist sicherlich kein Katzensprung. Trotzdem liegt der Nationalpark sowohl für die Urlaubsorte in Istrien als auch für die im Süden Kroatiens wie Split (3 Stunden) oder Dubrovnik (5 Stunden) noch so in Reichweite, dass ein Tagesausflug für die Besichtigung reicht. Auf den Straßen fallen Mautgebühren von etwa 8€/100 km an. Wer keine Lust auf eine eigene Anreise hat und lieber im Bus schlafen will, kann bei einigen Anbietern Ganztagestouren mit einem Reiseleiter buchen.

Wo kann man am besten bei den Plitvicer Seen parken?

Direkt vor dem Eingangstor erstreckt sich ein riesiger Parkplatz, der sehr naturbelassen ist. Der Parkplatz ist im Grunde mitten im Wald, eine genauere Einteilung oder Beschilderung fehlt. Merkt euch also gut, wo ihr euer Auto geparkt habt, die Orientierung ist nicht gerade einfach. Nur wenige Parkplätze sind zudem befestigt. Für PKWs kostet der Stellplatz etwa 1€/h, Wohnmobile und Busse zahlen etwa 10€/Tag.

Wie hoch sind die Eintrittspreise?

Ein Erwachsener zahlt während der Hauptreisezeit (Juli, August) 250kn, also etwa 35€. Ein durchaus knackiger Preis. Dafür werden aber alle Anlagen und Wege perfekt in Stand gehalten und von möglichem Müll befreit. Kinder, Studenten und Behinderte erhalten Ermäßigungen. Wer länger als 16.00 Uhr bleiben möchte, muss wieder einen saftigen Aufpreis von gut 20€ draufzahlen.
Die genauen Preise findet ihr hier.

Welche Tour bzw. Wanderroute ist die schönste? Wie lange braucht man dafür?

Im Nationalpark gibt es einige festgelegte Wanderrouten, die mit einer ungefähren Zeitangabe versehen sind. Manche beginnen am Eingang 1 bei den unteren Seen im Norden, andere in Plitvička Jezera (Eingang 2) im Osten bei den großen oberen Seen. Wir haben uns nicht bewusst an eine bestimmte Route gehalten, sondern sind einfach losmarschiert.

Wir sind von Eingang 1 gestartet und sind zunächst an der Ostseite der unteren Seen entlanggewandert. Über einen malerischen Steg gelangt man an die Westseite zur Raststation Kozjačka Draga. Von dort aus fahren regelmäßig Elektroboote weiter Richtung Eingang 2. Wir haben uns auf der gegenüberliegenden Seite des Sees von Eingang 2 absetzen lassen und sind dem Weg einfach gefolgt, bis wir beim See Galovac waren. Von dort gingen wir noch weiter, bis wir an der Nordseite des südlichsten Sees waren. Ab dann mussten wir aus Zeitgründen umkehren. Um nicht wieder die gleiche Strecke mit dem Boot zurückzufahren, entschieden wir uns, die Westseite an den Seen entlang wieder Richtung Eingang 1 zu gehen, wo wir unser Auto parkten. Wir haben dafür gut 5 Stunden benötigt, sind aber oft zum Fotografieren stehengeblieben. Mit dieser Route dürften wir eigentlich die meisten schönen Flecken gesehen haben.

Eine genaue Übersicht über alle Routen mit Detailbeschreibung findet ihr hier.

Zu welcher Jahreszeit sollte man die Plitvicer Seen besuchen?

Analog zur Hauptreisezeit in Kroatien zählen auch hier die Monate Mai-September mit durchgehend warmen Temperaturen und wenig Niederschlag zur besten Reisezeit. In den Monaten davor und danach ist es deutlich kühler und regnet häufiger.

Welche Regeln gelten im Nationalpark?
  • Die Natur muss – wie es sich für einen Nationalpark gehört – unberührt bleiben. Das Pflücken jeglicher Blumen oder zerstören vom Bäumen / Büschen ist streng untersagt.
  • Man darf die ausgewiesenen Wanderrouten nicht verlassen.
  • Die Plitvicer Seen sind ein Ort der Ruhe und Idylle. Lautes Schreien oder das Hören von Musik durch Lautsprecher sollte unterlassen werden.
  • Das Füttern oder Stören von Tieren ist ebenso untersagt. In den Wäldern um die Seen leben beispielsweise Braunbären, Luchse, Wölfe, Wildschweine, Rehe, Fischotter und zahlreiche weitere Tiere.
  • Campen oder Zelten ist in der Wanderzone nicht gestattet. Dass Lagerfeuer ebenso verboten sind, ist selbstredend.
    Hunde müssen immer an der Leine bleiben.
  • Man darf nicht ins Wasser gehen oder fischen. Jeglicher Ölfilm durch Sonnencremes etc. wäre eine Katastrophe für dieses sensible Ökosystem.
In welcher Unterkunft kann man am besten übernachten?

Hier können wir mangels eigener Erfahrung nur auf die üblichen Hotelbuchungswebseiten verweisen, die alle eine Bewertungsfunktion integriert haben. Westlich der unteren Seen gibt es eher kleinere Apartments, während sich beim Eingang 2 etwas größere Hotels befinden.

Fazit

Egal, wo man in Kroatien Urlaub macht: Wer die Plitciver Seen noch nicht gesehen hat, sollte unbedingt einen Tagesausflug dorthin unternehmen. Wer den teilweise weiten Weg nicht selbst auf sich nehmen möchte, kann beispielsweise bei GetYourGuide geführte Touren buchen. So kann man die Fahrt über gemütlich ein Nickerchen machen und ist dann zum Wandern perfekt ausgeruht. Außerdem erfährt man von dem fachkundigen Führer viel Wissenswertes über den Nationalpark und übersieht keine versteckten Perlen in dem weitläufigen Gebiet.

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